Wegerlsucher - Unsere Gruppenzeitung

  Erfahre hier etwas über die Geschichte des Wegerlsuchers - Der Zeitschrift der "Andreas Hofers"

In unserer Pfadfindergruppe gibt es eine Gruppenzeitung. Ist doch selbstverständlich. Klaro, unser „Wegerlsucher“. Ist doch nicht weg zu denken, den gabs doch immer schon…

Immer schon? Nein, kaum zu glauben, aber es gab auch eine Zeit ohne…
 
Bei den Pfadis ist es eine schöne und wichtige Tradition, dass die Erlebnisse, Taten, Fahrten und Lager und auch manchmal die Heimabende für die Nachwelt festgehalten werden. Seit je her führen die Pfadfinder, auch in unserer Gruppe so genannte Patrullenlogbücher. Das älteste der 56er beschreibt sogar den allerersten Heimabend der Gruppe überhaupt im Mai 1930, das älteste Logbuch der 113er berichtet gleich zu Beginn von der Gründung der Patrulle Eisvögel. Heute führen alle GUSP-Patrullen selbstverständlich ein Logbuch, die CAEX haben ein Lagerlogbuch und die RARO haben sich mal an einer Lederhaut versucht, wo sie ihre Erinnerungen einbrannten.
 
Zurück zur „grauen Vorzeit“. Nicht nur Patrullenlogbücher gab und gibt es, sondern auch Gruppenlogbücher wurden geführt. Fein säuberlich haben Pfadfinder und Pfadfinderinnen die Aktionen beschrieben und für uns spätere Generationen festgehalten.
Solche Logbücher gibt es aber nur einmal und nicht jeder kann wirklich darin lesen, einige in unserer Gruppe aus den 1930er Jahren sind mittlerweile sehr kostbar geworden. Da kamen die Pfadis drauf, Zeitungen zu machen, die leicht zu vervielfältigen sind und aktuelle Sachen berichteten.
Zunächst begann man so genannte Lagerzeitungen zu machen, eine der ersten, die Zeitung „Boys Scout“ erschien in Kleinauflage als Projekt der damaligen RARO am ersten gemeinsamen Lager der 56er und 113er, 1973 in Lilienfeld.
 
Auf späteren Lagern, fand sich ein Team, das auf täglich einem neuen Blatt Lagerwandzeitungen und einen Wetterbericht lieferte. 1975 kam da erstmals ein mittlerweile sehr bekannter „Mitarbeiter“ dazu: der „Wegerlsucher“.
Der war das „Sprachrohr“ der Autoren, er berichtete von Ereignissen und lustigen Begebenheiten am Lager.
Aber was war danach, wenn mal nicht Lagerzeit war? In der Gruppe 113 wusste man schon länger Bescheid: Elisabeth Pizal, damals Guidesführerin schaffte es, eine regelmäßige Zeitung für die Gruppe zusammen zu stellen – „Das Kleeblatt“. Am Anfang waren das mit Matritzen abgezogene Blätter, später wurde kopiert, jede Sparte hatte eine Seite, auch der Kurat und die Gruppenführerin. Der damalige Buben GFM Walter Powondra fand das sicher gut, denn Ende der 70er Jahre gelang es ihm, auch für die Bubengruppe eine Zeitung zu gründen – „Der schmutzige Kessel“. Dieser wurde sogar über eine Druckerei gefertigt, es wurden Infos, Anmeldungen, etc. geboten, der Materialwart kam zu Wort und die Pfadfindergilde „Ottakring“ hatte eine eigene Seite. Nach dem Sommerlager 1983 war dann aber leider Schluss, das Kleeblatt blieb für einige Jahre wieder die einzige Zeitung.
Walter Nowakowski, damals unser „Funki“, der sich am Lager um die Wetterstation kümmerte, nahm am Sommerlager 1985, die Gruppe 56 wanderte mit einer polnischen Gruppe eine Woche in der Gegend von Zwettl, die Idee der Wandzeitung wieder auf und fasste diese nach dem Lager zu einer Gesamtausgabe zusammen. Auch hier war wieder der Erzähler/Beobachter niemand anderer als der Wegerlsucher.
Der Erfolg der Gesamtausgabe führte dazu, dass Walter eine Gruppenzeitung daraus machte, die er betreute und die Beiträge zusammenfasste – „Der Wegerlsucher“. Neben dem „Kleeblatt“ der Mädchen gab es also auch bei den Buben wieder eine Zeitung. Die letzte Ausgabe erschien zur Zeit des Sommelagers „Vienna ’90“ und Walter hatte sich damals schon einen jungen Helfer, Andreas „Pockerl“ Pokorny, damals Späherführer, dazu genommen.
 

In den nächsten zwei Jahren gab es dann wieder „nur“ das Kleeblatt, allerdings wurde hinter den Kulissen heftig getüftelt. „Pockerl“ hatte es dann nach weiteren zwei Jahren, wir schreiben das Jahr 1992, so weit zusammen: es entstand die Gruppenzeitung „Wegerlsucher“ wieder. Das Wort „der“ kam nach einiger Zeit ganz weg, dafür kamen viele neue Dinge dazu! Es wurde mit dem Wegerlsucher hinter die Dinge geschaut, Lagerkoch „Willi Bruzzl“ kochte mit Rezepten für die Lagerküche auf (unter anderem einmal sogar mit dem Originalrezept der Gruppenkreation „Palasagne“), ein regelmäßiges Liederbuch erschien und Jürgen Gruber stellte in der Rubrik „Who is Who“ nach und nach die damaligen Mitarbeiter und Pfadfinderführer vor.

 

Bald schon half Hansi Slanec, damals Explorerführer, in diesem Team mit und als sich Pockerl mehr auf seine Späher konzentrierte übernahm er die „Redaktion“.
 
Nun ist es auch schon wieder etliche Jahre her, dass der „Wegerlsucher“ regelmäßig berichtet. Am Beginn 6 Mal, heute 5 Mal im Jahr. Seit 1993 erscheint jährlich die große Sommerlagerausgabe, das „Solaheft“, mit allem Wissenswertem über das Lager und auch die Zusammenfassung der manchmal immer noch erscheinenden Lagerwandzeitungen. Gemeinsam mit der schon damaligen Gruppenführerin Andrea Gartlehner und der Redakteurin des „Kleeblatt“, Marion Keller, damals Caravellesführerin, wurde 1993 beschlossen, das Kleeblatt im Wegerlsucher einzubauen und fortan hatten alle Sparten eine eigene Seite, die mittlerweile zu gemeinsamen Stufenseiten zusammengewachsen sind. Die ersten waren die CAEX, nach und nach folgten die anderen Altersstufen.
 
Auch die Technik hat sich in den Jahren verändert. In frühen Kleeblättern finden sich zur Illustration in jedem einzelnen Exemplar mit Buntstift handkolorierte Zeichnungen, vieles wurde handschriftlich mitgeteilt oder mit Schreibmaschinen auf Matrizen getippt. Später kam der Kopierer zum Einsatz, Fotos wurden ausgeschnitten und zu den Texten geklebt. Heute werden die Fotos der Digitalkameras direkt in das Textfile integriert, die Helligkeit und der Bildausschnitt nach belieben verändert. Grafiken und Lagerlogos, sowie Texte aus der Pfadfinderwelt aus dem Internet downgeloaded und eingebunden. Natürlich liefern die Pfadfinderführer auch heute noch Texte für ihre Seiten, heute nicht mehr per Kuli oder Schreibmaschine, auch nicht mehr auf Disketten, wie noch vor wenigen Jahren. Heute zischen die Texte als E-Mail durch die Leitungen. Ebenso geht das ganze Heft per E-Mail an die Firma Kirchert im 14. Bezirk und dort direkt auf den Hochleistungskopierer, der die rund 160 Hefte fertig geheftet und adressiert auswirft.
 
Und im Internet selbst hat sich vor einigen Jahren der „Wegerlsurfer“, der elektronische Pfadfinderbruder unseres liebevoll so bezeichneten „WESU“, niedergelassen, dessen Betreuung am Anfang Clubmitglied René Süss und Roverführer Werner Süss übernommen hat. Aber wenn du diese Zeilen liest, weißt du das ja schon.
 

Eines ist geblieben und muss bleiben. Sei es beim Schreiben der Gruppenlogbücher in den 30er und 50erJahren, sei es beim Kleeblatt, den Wandzeitungen oder dem Schmutzigen Kessel. Oder beim „alten“ und heute beim „neuen“ Wegerlsucher: Wichtig ist, dass das Lesen genauso viel Freude macht, wie das verfassen der Zeilen. So bleibt unserem WESU, der Zeitschrift der „Andreas Hofers“, von dem Exemplare schon bis in die USA und auch nach Klagenfurt zur Gruppe K2 „Andreas Hofer“ geschickt wurden, ein langes Leben beschert.

WIWÖ und GUSP in der größten Eishöhle der Welt

Die WiWö und GuSp bei ihrem Ausflug nach Werfen - es war echt kalt in der Höhle. Es geht uns allen gut!
Ein Ausflug nach Werfen hat uns in die Eishöhlen nach Werfen geführt. Hier ist es echt kalt!!!

Es geht uns allen gut!

Wir senden allen Daheimgebliebenen liebe Grüße!